



Kreisberufskolleg Brakel
Klöckerstraße 10Die Abschlussklasse der Berufsfachschule Informationstechnische Assistentinnen und Assistenten folgte am 27.11.2008 einer Einladung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe nach Höxter. Dort erfuhren sie Wichtiges zu Ausbildungsinhalten, Ausbildungsdauer und Arbeitsmarktchancen im Informatikbereich.
Die Dozenten Prof. Dr. Wrenger und Prof. Dr. Wolf standen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort und versuchten, die Attraktivität des Standortes Höxter herauszukehren.
Im Fachbereich „Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik“ werden in Höxter seit ca. 5 Jahren junge Leute zum „Umweltinformatiker“ ausgebildet. Vor ca. 3 Jahren kam der Studiengang „Betriebliche IT-Systeme“ hinzu.
Zum Herbst 2009 wird das Studienangebot in Höxter um ein Duales Studium ergänzt. Die besonderen Vorzüge des Dualen Studiums liegen in der Verknüpfung eines Studiums an einer Hochschule mit einer praxisbezogenen Ausbildung in einem Unternehmen.
Von den ca. 3000 Arbeitsplätzen im Bereich der IHK Detmold könne man in Bezug auf die Qualifizierungen ein Drittel der Stellen mit Absolventen aus Höxter besetzen, so die selbstbewusste Aussage der Dozenten.
Im Anschluss an die Präsentations- und Diskussionsrunde folgte ein Gang durch die Hörsäle und Labore der Hochschule. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete ein Praktikum, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen Roboter programmieren mussten. Dieser sollte einer Bahn in Form einer Acht folgen, die über Lichtsensoren erkannt wurde.
Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig, es war ein interessanter und kurzweiliger Besuch.
Im Englischunterricht der Berufsschule wird im 2. Teil in Projekten gearbeitet. Ein Unterrichtsprojekt der Tischler-Mittelstufe wird unter www.premueli.de.vu vorgestellt.
Projektgruppe des AKB auf Kanutour im Aukstaitija Nationalpark
Als ein Highlight ihrer Reise nach Nordostlitauen erwies sich für die Comenius-Projektgruppe des ABK Brakel die 3-tägige Kanutour im Nationalpark. Die Tour war der wichtigste Teil des 14-tägigen Besuchsprogramm von 22 Schülerinnen und Schülern in Litauen, das im Rahmen des COMENIUS-Projekts: „Zwei weiße Flecken auf der Landkarte? - Nordostlitauen und das Weserbergland. Ein Abenteuerreiseführer für Jugendliche" stattfand.
Die Fahrt nach Litauen war der dritte Teil des auf zwei Jahre angelegten Projektes, das mit 20.000 € Fördergeldern der EU zu einem großen Teil finanziert wurde. Begonnen hatte es im Februar mit einem einwöchigen Sprachgrundkurs Litauisch für die deutsche Gruppe. Diesen Kurs hatten die beiden litauischen Projektlehrerinnen Ana Latocka und Nina Klee am AKB mit großem Erfolg durchgeführt. Der zweite Teil des Projekts fand im April mit dem Besuch der litauischen Projektgruppe, die in Ostwestfalen interessante Reiseziele für ihren Teil am Abenteuerreiseführer erkundete, statt. (wir haben berichtet)
Der komplette Bericht kann hier als doc- oder pdf-Datei herunter geladen werden.
Fotos vom Litauenaufenthalt
Das AKB wurde am 06.08.2008 von der Nationalen Agentur (NA) Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung für die Durchführung eines Leonardo-da-Vinci-Auslandspraktikums in Irland als „GOOD-PRACTICE"-Projekt ausgezeichnet.
In dem Schreiben vom 06.08.2008 heißt es: „...dass Ihr Mobilitätsprojekt in der Abschlußevaluation als ausgezeichnet bewertet wurde. Ihr Bericht ist konkret, und die beigefügten Tagesberichte der Teilnehmer ergänzen deren Teilnehmerberichte sehr gut. Die Partnerschaft mit Ihren irischen Partnern ist erprobt und auf Gegenseitigkeit, die dem Antrag beigelegten Materialien zeugen von einem sehr guten Management des Projektes, auch die Abwicklung mit der NA ist hervorragend. Die Lerninhalte des Praktikums sind ausbildungsrelevant, und die Teilnehmer äußern sich alle sehr zufrieden mit dem Auslandsaufenthalt und der Unterstützung, die sie erhalten haben."
Im Rahmen dieses Projektes haben sechs Schüler der Klassen ElektroTechnischeAssistenten und InformationsTechnischeAssistenten des Jahrgangs 06 ein 3-wöchiges Praktikum in Irland absolviert. In Zusammenarbeit mit dem St. John´s College in Cork leisteten die Schüler in Betrieben vor Ort eine hervorragende Arbeit, der einhellige Tenor der Vorgesetzten lautete:
„Die Deutschen dürfen gerne jederzeit wieder bei uns arbeiten!"
Auch der Spass und die Kultur kamen natürlich nicht zu kurz. Vielleicht auf ein Neues in den nächsten Jahren.
Das Leonardo-Team des AKB, aktuell, kompetent, besonders engagiert!
© StR z. A. Dipl-Ing (Univ) Dipl-Ing (FH) Ingo Dörge, doerge@ich-will-keinen-spamakb-brakel.de
Am 13. August 2008 führten die angehenden Elektro- und Informationstechnischen Assistenten ihren Booting-Day in der Aula des Adolph-Kolping-Berufskollegs in Brakel durch. Diesen für den Bildungsgang mittlerweile traditionellen Tag nutzen die neuen Schüler jeweils, um in Kleingruppen ihre Wünsche an die Schule, die Lehrerinnen und Lehrer und auch an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu formulieren, zu diskutieren und schließlich der Runde aus Lehrern und Schülern zu präsentieren.
Die Arbeitsergebnisse zeigten, dass die Schülerinnen und Schüler es erst meinen. Sie erwarten eine faire und interessante Ausbildung mit aktuellen Themen und gerechter Benotung und versprachen im Gegenzug Lern- und Kooperationsbereitschaft und auch die Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen. Auch so „traditionelle Werte", wie Pünktlichkeit und Ordnung waren keine Tabuthemen.
Für die Lehrerinnen und Lehrer bot der Booting-Day die Gelegenheit, sich der neuen Unterstufe vorzustellen, aber auch um ihrerseits Erwartungen und Wünsche an die jungen Menschen weiterzugeben. Dabei wurde deutlich, dass die gegenseitigen Erwartungen und Zusagen durchaus deckungsgleich sind. Dieser sehr offenen und ehrlichen geführte Gedanken- und Meinungsaustausch war ein gelungener Auftakt zum Einstieg in die Ausbildung.
Visionen auf der Basis von Wissen und Kreativität entwickeln, gemeinsam Ziele
formulieren und umsetzen. Unter diesem Motto setzten sich Lehrerinnen und Lehrer des Adolph-Kolping-Berufskollegs in Brakel in einer zweitätigen Konferenz für die Zukunft ihrer Schule ein.
„Wir dürfen auf Veränderungen nicht nur reagieren, sondern müssen aktiv tätig werden, um neuen Herausforderungen gerecht zu werden und sich daraus entwickelnde Chancen zu nutzen", so der Leiter des Berufskollegs, Wolfgang Pägel. Unter fachkundiger Leitung durch Gerhard Regenthal von der CI-Akademie Braunschweig fand im Schloss Gehrden ein aktiver Austausch mit dem Ziel der langfristigen Sicherung der beruflichen Bildung im Herzen des Kreises Höxter statt. Zum Auftakt eingeladen waren dazu Vertreter von Institutionen, die als Partner im Dualen und schulischen Ausbildungssystem mit dem Berufskolleg zusammenarbeiten.
Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter, Ludgerus Niklas, beschrieb die ungünstige Entwicklung der Ausbildungszahlen in der Region und untermauerte die Wichtigkeit dieser Veranstaltung. Niklas: „Gerade vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ist es wichtig, dass Schule sich kümmert." In diesem Zusammenhang schlug er Verbesserungen im Bereich Nachwuchswerbung und eine Intensivierung des Dialogs mit den Betrieben im Sinne verbesserter berufsbegleitender Maßnahmen vor.
Fritz Mollemeier, der in der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen für die Berufsberatung verantwortlich zeichnet, unterstrich diese Aussagen. Auch er hält einen verstärkten Austausch aller an der Ausbildung beteiligten Partner für wichtig. Daneben zeigte er Felder auf, in denen sich neue Berufe entwickeln und etablieren werden. In diesem Zusammenhang begrüßte er die Bereitschaft des Brakeler Berufskollegs auch künftig mit der Einrichtung neuer Bildungsgänge der sich ändernden Arbeitsmarktsituation gerecht zu werden.
Seitens der Bezirksregierung nahm der Leiter des Dezernats „Schulaufsicht", Jochen Bödeker teil. Er befürchtet, dass viele junge Leute, die sich woanders ausbilden lassen, auch ihren Arbeitsplatz außerhalb unserer Region suchen und finden. Eine ortsnahe Beschulung der jungen Leute ist eine wesentliche Voraussetzung für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der heimischen Wirtschaft. Er bestätigte den Initiatoren der Veranstaltung, dass sie mit ihrer Zukunftsplanung auf dem richtigen Wege seien: „Neben der Vertiefung des Austauschs müsse dieser auch nach innen und außen kommuniziert werden", so sein Plädoyer. Ein weiteres Betätigungsfeld für die Schule sieht Bödeker im Bereich Beratung: „Gerade in ländlichen Regionen können andere Institutionen das oft nicht leisten".
Alle Beteiligten sind zuversichtlich angesichts der von den Lehrerinnen und Lehrern mit viel Engagement entwickelten Maßnahmen. Es sind richtige und grundlegende Bausteine für die tiefgreifende und nachhaltige Einbindung des Adolph-Kolping-Berufskollegs in die Bildungslandschaft des Kreises Höxter.