Schulprogramm vom Juni 2006
Das Adolph-Kolping-Berufskolleg wurde im Jahre 1937 als Kreisberufsschule mit mehreren Standorten im Kreis Höxter aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Entwicklung zu einer Reduzierung der Standorte auf Höxter und Brakel. Mit dem Namen Adolph Kolping verbindet sich die Idee jungen Menschen soziale, berufliche, musische und politische Bildung zu ermöglichen. Dieses entspricht dem von der Schule angestrebten Ziel ganzheitlicher Bildung. Ganz im Sinne des Namensgebers bietet das Adolph-Kolping-Berufskolleg heute mit den drei Berufsfeldern Technik, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Sozial- und Gesundheitswesen ca. 1800 Schülerinnen und Schülern breite Wahlmöglichkeiten für ihre Ausbildung. Die Ausbildung wird in Teilzeit- und Vollzeitform angeboten. Mit der Umwandlung der Adolph-Kolping-Schule in ein Berufskolleg im Jahre 1998 wurde die Integration von allgemeiner und beruflicher Bildung vertieft. Schulische Abschlüsse vom Hauptschulabschluss über die Fachoberschulreife bis hin zur Fachhochschulreife können aufbauend erworben werden. Fester Bestandteil des schulischen Angebotes ist die Kooperation mit Partnerschulen und –einrichtungen vor allem im europäischen Ausland. Sie dient der Förderung der beruflichen Qualifikation, der Persönlichkeitsentwicklung, dem Abbau von Vorurteilen, der Schaffung von Toleranz und der Entdeckung gemeinsamer Interessen im vereinten Europa. Bereits Adolph-Kolping hatte sein „Bildungswerk“ international angelegt. Seit Februar 2002 ist das Adolph-Kolping-Berufskolleg berechtigt den Titel „Local Cisco Academy“ zu führen. Damit wird das Know-how der Netzwerktechnologie und die im IT-Bereich bewährten Berufsqualifikationen in die Ausbildung hineingetragen. Durch die Übertragung eines eigenen Budgets durch den Schulträger im Jahr 1997 erlangte das Adolph-Kolping-Berufskolleg größere Selbstverantwortung im Bereich der Sachmittelbewirtschaftung.
Die Teilnahme am Projekt „Selbstständige Schule“ im Juli 2002 erweiterte die Selbstverantwortung um die Bereiche Personalentwicklung und Personal-bewirtschaftung. Zentrales Anliegen des auf sechs Jahre ausgelegten Projektes ist es, die Lern- und Lebenschancen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern, indem die notwendigen Kompetenzen zu selbstgesteuertem Lernen aufgebaut werden.
Ein unterstützender Baustein hierzu ist die im Jahr 2003 eröffnete Mediothek mit angegliedertem Selbstlernzentrum, die den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens bietet. Die Teilnahme aller Lehrkräfte an Fortbildungen zur Teamentwicklung, zum Training von Kommunikationsformen sowie zur Förderung selbst-gesteuerten Lernens der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts „Selbstständige Schule“ hat die Neuorientierung und Verbesserung der Unterrichtsqualität entscheidend gefördert.
